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Sankt Martin von Tours
Heilige Barbara
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Geistliche Briefe (Heilige, Selige...)


Über das Leben der Heiligen und Seligen

Die heiligen Namenspatrone




Bischof St. Martin von Tours
Namensfest des heiligen Bischofs und Bekenners Martinus: 11. November


    


St. Martin - Basilika San Francesco


Soldaten müssen kreuz und quer durch die Welt marschieren. Auch der Offizier Martinus wurde vom Kaiser in Rom aus seiner Heimat im Ungarland viele Tagereisen weit nach Frankreich geschickt; dort lebte er in einer Kaserne. Seine Eltern waren Heiden. Martin selbst hatte schon manches vom Herrn Jesus Christus gehört. Es war aber in all den Kämpfen und Kriegen noch keine Zeit gewesen, daß Martin hätte getauft werden können.

Nun begab es sich, daß er an einem stürmischen Winterabend auf die Stadt Amiens zuritt. An der Mauer gewahrte er einen Armen, der nur spärlich mit ein paar Lumpenfetzen bekleidet war. Martin bedachte sich nicht lange; er zog sein Schwert, schnitt damit seinen weiten Soldatenmantel entzwei und reichte die eine Hälfte dem armen Mann. Beide freuten sich: Martin, daß er dem Mann aus der Not geholfen, und der Arme, daß er nicht zu erfrieren brauchte. Nachts lag Martin auf seinem Lager und schlief; da war ihm, als stände der Heiland mit einer Schar Engel in seiner Kammer und hätte den halben Mantel an.

Er hörte ihn zu seinen Engeln sprechen: "Der ungetaufte Martinus hat mir diesen Mantel gegeben!" Da wußte Martin auf einmal: das stete Kämpfen und Marschieren ist schuld, daß ich noch nicht getauft bin! Er legte die Soldatenkleider ab und empfing von seinem Bischof die heilige Taufe. Bald darauf wurde er zum Priester geweiht. Sogleich eilte er in seine Heimatstadt, um seine heidnischen Eltern zu bekehren. Dann kehrte er zurück und predigte den Heiden in Frankreich. Er zerstörte ihre Tempel und baute Kapellen und Klöster. Erst wurde er oft fortgejagt, getrieben und geschlagen. Später aber erwählten ihn die Leute selbst zum Bischof. Mit Gebet und Fleiß und mit manchen Wundern hat er die Männer, Frauen und Kinder seines Bistums zu guten Christen gemacht.

Sankt Martin wird vor allem im Rheinland von den Kindern an seinem Festabend mit einem Fackelzug verehrt. Er war Bischof von Tours in Südfrankreich und gründete das erste Kloster Europas.

(Aus: "Das große Buch von den heiligen Namenspatronen", Imprimatur Coloniae, die 12 m. Septembris a. 1962 - Jr. Nr. 38 588 I/62.Jansen, vic. glis. v.g.)







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